Die Slowakische Mathias Hrebenda Bibliothek für Blinde in Levoca ist das einzige und einzigartige gemein-nationale Bibliothek-Informationszentrum für Sehbehinderte Menschen der Slowakischen Republik, wie auch der Slowaken, die im Ausland leben. Ab 1.1.1999 ist es eine Organisation direkt durch das Ministerium der Kultur der SR administriert.
Die Mission der Bibliothek ist Dokumente - Bücher, Lehrbücher, Bildzeitungen - in eine Form, die für Blinde nutzbar ist, zu bearbeiten. In der Praxis bedeutet es, das die Bibliothek seine Produkte in der Brailleschrift, als Ton auf CDs und Magnettonbänder, im Schwarzdruck im vergrößerten Schrifttyp und in digitaler Form ediert. So bearbeitete Dokumente sind in die Fonds der Bibliothek eingeteilt, und hier sind sie zum Ausleihen für die blinde und schwachsichtige Abonnenten und für die anderen Interessenten zur Verfügung.
Die Bibliothek leitet methodisch 26 Abteilungen für blinde und schwachsichtige Benutzer in den Freihandbibliotheken in der ganzen Slowakei, inklusive der Stadtbibliothek in Bratislava, welchen sie gleichzeitig die Tondokumente gewährt.
Jozef Vrabel (8.3.1911 - 8.5.1964) hat sich im größten Ausmaß um die Gründung der Druckerei für Blinde verdient gemacht. Zum 28.11.1946 ist datiert die Gründung der Druckerei für Blinde in Levoca unter dem Namen Slowakischer Blindendruck. Die wirkliche Geschichte des Blindendruckes in der Slowakei hat am 1. Oktober 1948 mit der Einführung dieser Kulturinstitution in Betrieb begonnen.
Die erste Blindenbibliothek von Braillebüchern wurde am 25.10.1955 in Bahoni (14 Bücher) gegründet. Zu der Umsiedlung von dieser nach Levoca kam es im Jahre 1971. Am 21. Mai 1976 wurde zur Benutzung das Gebäude der Druckerei und Bibliothek für Blinde gegeben. Die Slowakische Bibliothek für Blinde trägt den Namen nach Mathias Hrebenda (1796 – 1880), Nationalkämpfer, blinde Kolporteur der slowakischen und tschechischen Büchern, die er angeboten hat, und damit er die Nationalliteratur verbreitet hat.