Gymnastik im Schwimmbecken - Hydrokinetische Therapie
Hydrokinetische Therapie im Rehabilitationsbassin ist eine aktive Form der Heilgymnastik im Wasser, unter fachmännischer Aufsicht.
Die Übungen werden vorwiegend in Gruppen mit ähnlicher diagnostischer Problematik ausgeführt. Für die Anwendung wird die positive Einwirkung des Wassers (Wassertemperatur, hydrostatischer Druck, Wasserwiderstand) genutzt.
Durch den Wasserauftrieb wird der Körper leicht angehoben. Die Anwendung wird vor allem Kurgästen mit noch nicht verheilten Verletzungen oder nach Operationen der unteren Gliedmaßen verordnet, bei denen die volle Belastung der Gliedmaße noch nicht erlaubt ist. Die Bewegungen im Wasser sind in der Regel weniger schmerzhaft, als Bewegungen im Trocken, es kommt zu wirksamerer Entspannung der Muskulatur. Der Wasserdruck wirkt wie eine elastische Bandage, durch den Wasserwiderstand wird der Muskelkorsett gestärkt. Die Wasserumgebung ist sehr geeignet bei Störungen der Statik und bei Fehlhaltungen des Körpers, die hydrokinetische Therapie ist sehr wirksam bei degenerativen Erkrankungen der Tragegelenke und der Wirbelsäule. Im Wasser kann auch das Gehen geübt werden, der Wasserwiderstand wird durch eine Gegenstromeinrichtung erhöht. Die Wassertemperatur im Bassin beträgt ca. 33°C, die Tiefe des Bassins 120 cm.
Die häufigsten Indikationsgruppen für kinetische Therapie sind: Erkrankungen der Wirbelsäule, Erkrankungen der unteren Gliedmaßen, Neurologische Krankheiten, geriatrische Gruppe der Rheumakranken und weitere. Die Anwendung dauert 20 Minuten, wird vom Arzt verordnet und ist auch frei verkäuflich.
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