Es geht um eine lokale Applikation der Wärme, wenn die Wärmeabgabe bei der Abbindung von flüssigem Paraffin genützt wird. Paraffin abbindet bei der Temperatur von ca. 55°C (bzw. 52° - 56°C).
Es existieren einige Methoden der Applikation:
1. Umschläge: Auflegen von in Paraffin getauchter Umschlägen,
2. wiederholtes Eintauchen: kurzfristiges Eintauchen z.B. einer Hand in das Paraffinbad, es bildet sich sofort eine dünne Schicht des abbindenden Paraffins. Durch das Wiederholen des Vorgangs entsteht ein sog. "Paraffin-Handschuh" – diese Methode ist vor allem für die Applikation auf kleine Gelenke und unebene Flächen geeignet. Sie wird somit zur Heilung von degenerativen Erkrankungen der Handgelenken benutzt,
3. das schichtweise Auftragen mit einem Pinsel: ein ähnliches Prinzip wie bei dem wiederholten Eintauchen,
4. Waben: Auflegen einer 5 – 10 mm dicken Paraffinwabe zum Zeitpunkt seiner Abbindung
Die lokale Applikation von Wärme wirkt entspannend auf die Skelettmuskulatur, insbesondere lockert Spasmen (Krämpfe) und Kontrakturen (fixierte Haltung eines Körperteiles hervorgerufen durch eine Muskelverkürzung), lindert chronische Schmerzen, erhöht die lokale Durchblutung, verbessert die Ernährung und Heilung von Geweben, beeinflusst die Enthärtung von Bindegeweben, wirkt auf die Resorption chronischer Infiltraten und Ödemen, hat beruhigende und immun-biologische Wirkungen.
Kontraindikationen: Bei akuten Entzündungen werden die Schmerzen durch Wärme stärker und die Bildung von Ödemen wird unterstützt, was eine Verschlechterung des Zustandes als Folge haben kann. Eine Vorsicht ist auch bei Senioren und Personen mit kardiovaskulären Krankheiten geboten. Die lokale Wärme kann nicht an Stellen mit implantiertem Metall angewendet werden.
Dauer: ca. 20 Minuten
Die Prozedur wird vom Arzt aufgrund der Bewertung Ihres Gesundheitszustandes vorgeschrieben.
Die Kurprozedure "Paraffintherapie" ist in den folgenden Kurorten und Wellnes-hotels dargeboten: