Mailing list  Wollen Sie die aktuellen Informationen direkt auf Ihre Email-Adresse gesendet bekommen? Bestellen Sie das Newsletter!  |  Marktgemeinde Sillian SILLIAN
Sillian hat 2082 Einwohner und liegt bei einer Fläche von 36,26 km² auf einer Meereshöhe von 1.103 Meter. Die Gemeinde besteht aus den drei Ortsteilen Arnbach, Sillian und Sillianberg.
Es wird angenommen, dass der Name Sillian vom Villgratenbach stammt, der um 1140 als Sill oder Siligan aufscheint.
Sillian liegt auf Fluss- und Bachgeröll, das stellenweise infolge späterer Wasserkatastrophen mehrere Meter aufgeschüttet wurde. Bis in die letzten Jahrzehnte bedeckten feuchte Wiesen den Sillianer Talboden, erst durch Entwässerungsarbeiten, die in den Dreißigerjahren begannen, konnte ein Teil trockengelegt werden. Das Siedlungsgebiet liegt fast zur Gänze nördlich der Drau.
Das Gemeindegebiet liegt zwischen dem Villgratenbach im Osten und der EU-Binnengrenze zu Italien im Westen (1998 Auflassung des Grenzzollamtes und Abbau der Grenzbalken). Es erstreckt sich im Süden bis auf den Karnischen Kamm, wo über Helm, Füllhorn, Hochgrube und Wildes Kar die Staatsgrenze verläuft. Nordgrenze ist der Thurntaler, im Nordwesten die Hochrast. Sillian ist der ursprünglichen Lage nach eine Straßensiedlung.
Freizeitangebote
-Bergschule Alpin-Aktiv-Hochpustertal
-Drauradweg
-Eissportanlage
-Flugschule Hochpustertal
-Hallenbad
-Karnischer Höhenweg
-Kegeln
-Langlaufloipen
-Leckfeldalm (Winter: Rodelbahn)
-Schießstand
-Sillianer Hütte
-Skizentrum Hochpustertal
-Tennis
-Thurntaler
-Wichtelpark/Minigolf
Familiennest Hochpustertal
Von Juni bis September finden im Familiennest Hochpustertal wöchentlich 10 abwechslungsreiche Programme unter Aufsicht von pädagogisch geschulten Kinderbetreuern statt. Aktivitäten sind beispielsweise:
* Sternenwanderung
* Schmuggeltour
* Teenie Disco
* Indianertag mit Goldwaschen
Die Familiennest Betriebe erfüllen strenge Kriterien, um als besonders familienfreundliche Unterkünfte diese Bezeichnung zu erhalten und sind somit Garanten für die ersehnten Urlaubsfreunden für Groß und Klein.
Zu den Wichtelanlagen zählen:
* Wichtelpark
* Wichtelzug
* Wichtelmeile
* Wichtelwandern
* Wonky Tonky Fluss
* Spielplatz Heinfels
* Drauradweg
Sehenswürdigkeiten
Pfarrkirche Maria Himmelfahrt
Die Pfarre Sillian, die zu den Altpfarren des Innicher Gebietes gehörte, hatte ungefähr das gleiche Ausmaß wie das heutige Dekanat. Der erste Pfarrer war Engildinus im Jahre 1212. Die erste Kirche wurde 1326 geweiht, 1441 ein Kirchenneubau. Die gotische Marienstatue am Hochaltar (Sillian war ein Marienwallfahrtsort), der spitze Kirchturm und die Strebepfeiler stammen aus dem gotischen Bau. 1759/60 wurde die Kirche nach Westen verlängert und barockisiert. Deckengemälde und Altarblätter stammen vom Tiroler Hofkammermaler Josef Adam Mölck, die 14 Apostelstatuen vom Osttiroler Bildhauer Johann Patterer. 1893, 1930 und 1951 wurden Kirchenrenovierungen durchgeführt, außerdem wurde der Friedhof nach Westen erweitert. 1985 wurde die Empore abgetragen und eine mechanische Schleifladenorgel (Picher-Steinach) eingebaut. 1995/96 wurde die Kirche generalisiert. Ein Volksaltar nach Entwürfen des in Sillian geborenen Künstlers Jos Pirkner wurde errichtet. Die Nepomukstatue auf dem Giebel der Kirche und die Statue "Petrus Canisius" schnitze Josef Pranter aus Arnbach.
Annakapelle
Die Kapelle wurde 1500 vom damaligen Pfarrer Christian Hölzl erbaut und 2 Jahre später eingeweiht. Er und sein Nachfolger Pfarrer Heinrich Staudenreich wurden in dieser Kapelle begraben. Die ausgetretenen Grabplatten waren bis zur Restaurierung 1977 sichtbar und befinden sich nun unter dem neuen Marmorboden. Eine kleine Gruft, zu der offenbar von außen ein Abgang hinunterführte, wurde lange Zeit als Beinhaus benutzt. 1729 ließ Pfarrer Thaddäus von Klebelsberg die Kapelle barock umbauen und wurde ebenso 2 Jahre später vom als Reformer bekannten Fürstbischof Graf Künigl von Brixen eingeweiht. Peter Vollgger aus Arnbach baute seine erste Orgel, die heute in privater Hand in Innsbruck ist, für diese Kapelle. Das Altarbild "Mutter Anna mit Maria" stammt aus der Mitte des 18. Jh. Die Fresken an der Decke behandeln das Sterben des Mensches aus christlicher Sicht. Von 1977-1980 wurde die Kapelle innen und außen generalsaniert. Einige Jahre diente die Anna-Kapelle als Taufkapelle, in den letzten Jahren wird sie immer öfters als Aufbewahrungskapelle genutzt.
Dorfbrunnen
Als Abschluss der Neugestaltung des oberen Marktplatzes wurde 2001 u.a. der Dorfbrunnen aufgestellt. Die Betonschale wurde durch die Bauunternehmung DI Walter Frey GmbH in Lienz ausgeführt. Der Schmiedebronzeaufsatz stammt vom heimischen Kunstschlosser Hans Walder vlg. Kessler. Der Bronzeaufsatz soll einen Baum darstellen, der durch einen Keil gespalten wird. Die gebogenen Arme sind Äste, oben glatt vom Schnitt, auf der unteren runden Seite noch mit Rinde. Gehalten werden die Äste von Seilen mit Ringen, Symbole aus dem Sillianer Marktwappen.
Nepomukdenkmal
Da Sillian in der Vergangenheit immer wieder von Hochwasserkatastrophen heimgesucht wurde, errichtete man um 1750 am Johannesbachl (heute kanalisiert) das "Johannesstöckl", ein Werk der Innichner Fasching-Schnitzwerkstatt. 1929 wurde es aus verkehrstechnischen Gründen von der Hauptstraße auf den heutigen Standplatz zurückverlegt. 2001 erfolgte eine Renovierung des Denkmals.
Prangersäule
Der Pranger wird in Sillian erstmals 1552 urkundlich erwähnt. Der alte Pranger war in Holz erbaut und ist im Jahre 1690 altershalber umgefallen. Im Sommer 1697 wurde ein neuer aus Stein aufgestellt, bestehend aus einer Säule mit Kapitel und einer Kugel darauf. Er stammt aus der Werkstatt von Michael Niedergotscher, Steinmetz und Maurermeister in Stegen.
Römischer Meilenstein
Das römische Reich verfügte über ein sehr gut ausgebautes Straßensystem. Dazu wurden auch Distanzsäulen, so genannte Meilensteine, an den Römerstraßen aufgestellt. Diese trugen als wesentliches Element Orts- und Entfernungsangaben. Ein solcher aus römischer Zeit erhaltener Meilenstein findet sich heute an der B100 im Bereich des Sillianer Marktplatzes.
Schraffl Villa
Das schmucke Fachwerkhaus, eines der wenigen in Osttirol, an der B100 ließ Josef Schraffl um die Jahrhundertwende erbauen. Er verbrachte hier nur seine Urlaubstage, da er die übrige Zeit des Jahres in Innsbruck lebte. Heute erinnert nur mehr der Name "Schrafflvilla" an die ehemaligen Besitzer. Nach dem Tode seiner Gattin Maria ging das Haus testamentarisch an die Barmherzigen Schwestern von Zams über, weiter an die Gemeinde Sillian, dann kaufte es die Familie Wilhelmer, die es stilgerecht renovierte.
Statue des Hl. Franziskus
Im 4. Oktober 2002, dem Namenstag des Heiligen Franziskus, wurde die Statue eingeweiht. Sie befindet sich beim Verbindungsweg "Kaufhaus Pfeifhofer" Richtung Pfarrkirche. Geschaffen wurde die Skulptur vom heimischen Kunstschlosser Hans Walder vlg. Kessler. Er suchte sich diesen Patron aus, weil Franz von Assisi sein Leben in Demut und Bescheidenheit, im Einklang mit der Natur geführt hat und somit ein Vorbild für uns alle sein soll.
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