Das Turnen wird individuell oder in einer Gruppe von Patienten mit der gleichen Art der Erkrankung durchgeführt.
Das Turnen ist durch einen Physiotherapeuten geführt. Es ist gezielt um die körperlichen Bewegungsfunktionen zu erhalten, sowie auch zur Entwicklung der funktioneller motorischen Adaptation des Organismus gerichtet.
Es dominiert das spezielle Durchüben der einzelnen betroffenen Teilen des Körpers, Einübung der elementaren Bewegungsstereotypen, falls die durch die Krankheit oder den Unfall, die die Funktionen der Knochen, Muskeln, Gelenken oder des Nervensystems beschädigt hatten, verletzt worden.
Hauptsächlich bei den abgeschwächten Muskeln, den erstarrten Gelenken oder weiteren Störungen wird das passive Durchüben, Positionierung, Zug im Hang oder Traktion, oder weitere spezielle Methodiken benützt. Ebenfalls wird das Turnen in Vorstellung, die aktive Muskelkontraktion, aktive Bewegung mit Hilfe, freie aktive Bewegung oder das aktive Widerstandsturnen benützt.
Ein wichtiges Teil der Prozedur ist das Konditionstraining, Kräftigung, Einübung der richtigen Atmung, der richtigen Körperhaltung, des richtigen Sitzes, Haltung, Gehens und der richtigen Bewegungsstereotypen bei den gewöhnlichen Tätigkeiten.
In der Schlussphase senkt die Intensität der Turnübung, es werden Übungen zur Relaxation und Übungen, die zum Strecken der Muskeln dienen benützt.
Die Heilgymnastik benützt eine ganze Reihe von speziellen Methodiken, und das gezielt laut der Richtung der Indikationen (zum Beispiel die analytische Gymnastik nach Kenna, Nerven-Muskeln-Fazilitation nach Kabat, Einübung der richtigen Bewegungskoordinationen nach Mensendieckova, Kriechen nach Klapp oder Fay, Reflex-Kriechen und Lokomotion nach Vojta oder Fazilitationen der Bewegungsmustern nach Eheleuten Bobath).
Dauer der Prozedur ist etwa 20 Minuten, die Prozedur untersteht der Vorschrift des Arztes.
Die Kurprozedure "Heilgymnastik" ist in den folgenden Kurorten und Wellnes-hotels dargeboten: